Stipendienfeier vom 20.03.2025

Für das Studienjahr 2024/25 konnten 29 Deutschlandstipendien an der MHH vergeben werden. Bei der Stipendienfeier in Hörsaal E hatten Stipendiat:innen und Förder:innen Gelegenheit, einander kennenzulernen und sich auszutauschen.

Dr. Julia Spanier erzählte von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Deutschlandstipendium. © Morchner, MHH

Es war die letzte Stipendienfeier, die Professor Ingo Just in seiner Rolle als Studiendekan eröffnete. Der Toxikologe, der selbst zu den treuesten Förderern der ersten Stunde gehört, scheidet Ende März 2025 aus dem Amt. Umso mehr freute er sich, den diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten noch einmal persönlich zu ihrer Leistung gratulieren zu dürfen. Wie sehr die finanzielle Förderung im Studienalltag hilft, schilderte Stipendiatin Dr. Julia Spanier in ihrer Rede. "Das Programm zeigt, dass es nicht immer ein Vollstipendium sein muss. Für mich persönlich bedeuten die 300 Euro im Monat vor allem mehr Flexibilität bei der Kinderbetreuung, denn das Studium und zwei kleine Kinder unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach. Daher bin ich für die Unterstützung von Herzen dankbar." 


Höhepunkt der Feier war sicher der Moment, in dem die Stipendiat:innen ihre Urkunden entgegennahmen und sich bei ihren Förderern bedankten. © Morchner, MHH

Professor Dr. Rainer Blasczyk erzählte in seiner Ansprache, warum er sich seit vielen Jahren für das Deutschlandstipendium engagiert. "In meiner Studienzeit war ich chronisch pleite", so der Transfusionsmediziner. "Und ich kann mich gut daran erinnern, dass das beim Studieren wirklich hinderlich war. Allein deshalb halte ich diese Form der Nachwuchsförderung für wichtig." Als die Studierenden ihre Stipendienurkunden entgegennahmen und sich kurz vorstellten, wurde auch die Bandbreite des Stipendienprogramms deutlich. Nicht nur Studierende der Humanmedizin profitieren von dem Programm, auch die Zahnmedizin und kleinere Studiengänge wie Public Health und die Biomedizinische Datenwissenschaft waren vertreten. "Die Verteilung erfolgt nach dem Proporz der Studienplätze. Aber ich kann sagen, dass wir in allen Bereichen herausragende Studierende kennenlernen", erklärte Studiendekan Just.


Unterstützer:innen des Stipendienprogramms (erste Reihe) und Stipendiatinnen und Stipendiaten feierten gemeinsam. © Morchner, MHH

So unterschiedlich Stipendiatinnen, Stipendiaten, Förderinnen und Förderer mit ihren persönlichen Geschichten und Motivationen auch sein mögen, eines eint sie alle: der Wunsch, sich gesellschaftlich zu engagieren und soziales Miteinander zu gestalten. Ohne die Empathie und die Bereitschaft der Spender:innen, sich mit ihrem persönlichen Vermögen für die Nachwuchsförderung an der MHH einzusetzen, gäbe es keine Deutschlandstipendien. Und ohne den ausgeprägten Leistungswillen der Studierenden und ihre Neugier auf das Leben jeinseits des eigenen Tellerrandes, gäbe es keine Menschen, die wir mit einem Stipendium auszeichnen könnten. Wir freuen uns, als Förderstiftung MHH plus mithilfe unserer Spenderinnen und Spender einen Beitrag dazu leisten zu dürfen, dass das Deutschlandstipendium an der MHH auch weiterhin so aktiv gelebt wird.